Seitdem Dieter Bohlen mit seinen DSDS-Kandidaten bei 30 Grad im Winter an weißen Stränden und Palmen durch das türkisblaue Wasser der Malediven plantscht, ist die Inselgruppe im Indischen Ozean in aller Munde. Für alle, die  jetzt ein paar tausend Euro für einen Abstecher auf die Malediven zusammenkratzen, gibt es fünf Tipps, damit aus dem Traumurlaub kein Horrortrip wird.

Malediven-Tipp 1: Euro-Absauganlagen vermeiden

Die Malediven bieten das Beste, was es an Hotels und Resorts zur Zeit gibt. Die meisten Hotels beanspruchen gleich eine ganze Insel mit kilometerlangen Stränden für sich. Bei aller Schönheit dard allerdings nicht vergessen, dass die Malediven in erster Linie eine Euro-Absaug-Anlage sind, welche auch gierig Dollar oder Yuan verschlingt. Für jedes Extra wird der unerfahrene Malediven-Besucher unerbittlich zur Kasse gebeten. Es spricht deshalb viel dafür, ein Luxus-Resort mit Vollpension ("all-inclusive") zu buchen. Damit sind Überraschungen wie eine teilweise für bis zu für 10 Euro verkaufte Mineralwasserflasche kategorisch ausgeschlossen. Wer wie die DSDS-Teilnehmer eine (günstige) Umsteigeverbindung über den persischen Golf nimmt, sollte auch unbedingt auf die An- und Abflugszeit achten. Die arabischen Luxusliner kommen nämlich auch gerne mal um Mitternacht oder um 5h morgens an. Gute Resorts bieten deshalb auch kostenlose An- und Abreiseräume an und rechnen nicht gleich eine weitere Nacht ab.

Malediven-Tipp 2: Das Nord-Male-Atoll ist toll

Die Malediven sind eine Inselkette aus unzähligen kleinen Inseln und über 800 Kilometer lang ist. Eine Insel ist so paradiesisch wie die andere - egal ob 30 Kilometer oder 500 Kilometer vom Flughafen entfernt. Um nach der Ankunft am Flughafen nicht erneut Stunden in einem wackeligen Wasserflugzeug zu sitzen, sollte man deshalb eine Insel auf dem Nord-Male-Atoll unweit des Flughafens buchen. Der internationale Flughafen der Malediven (Malé, Flughafenkürzel MLE) ist lediglich eine Insel im Wasser, auf welcher man ins Speedboot oder Wasserflugzeug zum Hotel umsteigt. Auf (Wasser)Taxis wartet man dort vergeblich, da es diese dort nicht gibt. Der Transfer mit dem Speedboot in ein Hotel auf dem Nord-Male-Atoll in ca. 30 km Umfeld vom Flughafen kostet ca. 100 Euro  pro Person und Richtung. Wer auf das Wasserflugzeug angewiesen ist, muss mit ca. 200 Euro pro Person und Richtung rechnen - hat dafür aber nicht automatisch die schönere Insel.

Malediven-Tipp 3: Die Saison einfach mal missachten

Viele sogenannte "Kenner" schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man ihnen erzählt, dass man im Juni oder Juli auf die Malediven fliegt, und verweisen emsig auf die sogenannte "Regenzeit" im Sommen. Denn wo käme man denn auch hin, gäbe es ein Land, in welchem das Wetter immer traumhaft ist. Wir reden hier allerdings von einer tropischen Regenzeit - im Klartext: Es zieht im Gegensatz zu sonst auch mal ein Wölkchen an den hellblauen Himmel, es kommt vielleicht auch mal für ein Viertelstündchen zu einem warmen Regenschauer, und es kühlt auch manchmal weniger Grad unter die sonst üblichen 30 Grad ab. Wer den Kennern trotz, für den liegen die Vorteile liegen auf der Hand: menschenleere Strände, günstige Flüge, und vorallem weniger nörgelnde Malediven-"Kenner".

Malediven-Tipp 4: Auf's Timing kommt es an: Schwimmen, Essen, Sex

Ein paar Tage sind super, eine ganze Woche ist schon fast zuviel. Ausser Wassersport, Essen und Trinken oder Liebe machen gibt es auf den Malediven nichts zu tun. Tauchen ist super für Könner, Anfänger müssen allerdings erst einen Tauchschein machen. Ausflüge auf andere Inseln sind nur als Hoteltour mit anderen Touristen möglich, einen Abstecher zum Shopping nach Malé bereut man spätestens beim Anblick der überfüllten Hauptinsel und ihrer Bausünden.

Malediven-Tipp 5: Lieber mit, als ohne: "Oben ohne" kostet 1000 Dollar

Wer auf den Malediven "oben ohne" schwimmt und dem weiblichen Geschlecht angehört, muss mit hefigen (pecuniären) Strafen rechnen: 1000 Dollar kostetes, wenn man (bzw. frau) beim nahtlosen Bräunen erwischt wird.