Eine Ryanair-Maschine ist auf dem Flug von Marokko nach Paris wegen dichten Nebels am Zielort nach Lüttich (Belgien) umgeleitet worden. Von dort aus sollten die Passagiere mit einem Bus nach Paris gebracht werden. Die Passagiere waren stinksauer, meuterten, wurden handgreiflich und versuchten, mit Hilfe eines Sitzstreiks zum eigentlichen Ziel nach Paris geflogen zu werden. Die Crew verließ das Flugzeug, soll das Licht ausgeschaltet und die Toiletten verriegelt haben. Erst nach vier Stunden konnten die Passagiere von der Flughafenpolizei dazu gebracht werden, die Maschine zu verlassen.
Das Medienecho ist riesig, und schnell ist ein Schuldiger gefunden: die Billigfluggesellschaft Ryanair. Wir fragen uns: warum? Weil die Fluggesellschaft die Passagiere nicht in Gefahr brachte und auf einem wegen Nebel geschlossenem Flughafen landete? Natürlich wäre es schön gewesen, auf einen anderen Pariser Flughafen auszuweichen: mit Charles-de-Gaulle und Orly hätte es ja noch zwei Alternativen zu Ryanairs Pampa-Piste in Beauvais gegeben. Doch welcher Passagier kann ernsthaft erwarten, mit seinem billigst geschossenen Ticket in einer der Kathedralen des interkontinentalen Flugverkehrs zu landen? Ryanair fliegt diese Flughäfen nicht an, hat dort keine Techniker an Bord und dürfte wohl auch nicht bereit sein, die dortigen Gebühren in Kauf zu nehmen.