popstarsCastingshows sind seit Jahren fester Bestandteil der Privatsender. Die Zuschauer lieben den Castingwahn und sorgen für dauerhaft gute Quoten.

Inzwischen kommt es mehrfach vor, dass Ex-Teilnehmer von Popstars über die Machenschaften der Produzenten auspacken. Sie scheinen dabei allerdings zu vergessen, dass die Shows in erster Linie produziert werden, um mit Werbung viel Geld einzunehmen und nicht um einen neuen Superstar zu finden, auch wenn das dem Zuschauer so vermittelt wird.

Als Teilnehmer sollte man sich im Vorfeld damit auseinandersetzen. Ganz besonders dann, wenn die Show schon seit Jahren im Fernsehen zu sehen ist. Allerdings scheint es noch immer viele zu geben, die sich von Illusionen blenden lassen. 2004 entstand die Band Popstars-Band "Nu Pagadi", doch der Erfolg hielt nur wenige Monate an. Kurz darauf trennten sich die Mitglieder. Ein ehemaliges Mitglied packte nun im "Stern" über die Shows aus, überrascht aber leider nicht wirklich mit neuen Informationen. Laut seiner Aussage steuern die Macher die Band - und nicht die Zuschauer.

Keine Überraschung, denn immerhin kann man erst im Finale als Zuschauer abstimmen. Das war allerdings nicht allen Staffeln der Fall. Am Ende soll das Publikum so beeinflusst werden, dass alle Bandmitglieder wie gewünscht gewählt werden. Freundschaftliche Verhältnisse der Jurymitglieder zu den Kandidaten sind nach Grimmes Erfahrungen nur geheuchelt.

Viele scheinen zu vergessen, dass die Sendungen nur so erfolgreich sind, weil die Kandidatenwahl abwechslungsreich ist und somit für gute Unterhaltung gesorgt wird. Eine Teilnahme oder ein Gewinn ist keine Garantie für Erfolg, bietet aber vielen eine bessere Perspektive. Senna (Monrose) als Beispiel feiert seit ihrem Sieg 2006 viele musikalische Erfolge und muss nicht mehr als Kellnerin arbeiten. Abschließend bleibt nur sagen, dass man sich bewusst sein sollte, worauf man sich einlässt. Wenn man das Spiel bewusst mitspielt, sollte man sich später nicht darüber beschweren.